#1 RE: Ringelblume von sternenfrau 06.11.2007 11:47

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RINGELBLUME (Calendula officinalis)

Die Ringelblume nimmt unter den heimischen Kräutern eine beachtliche Stelle ein. Im Volksmund wird sie auch Magdalenenblume, Regen-, Studenten-, Toten- oder Warzenblume genannt. Sie gehört zu den Pflanzen, die bei Krebs und krebsartigen Geschwüren helfend eingreifen. Man findet sie in vielen Gärten auf dem Lande, manchmal verwildert auch auf Schutthalden. Da sie durch ihre Heilkraft im Volk wieder bekannt und begehrt wird, kann man sie nicht nur in Gärten sondern auch auf Feldern antreffen. Die Ringelblume erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm, ihre Blütenköpfe leuchten gelb bis orange-gelb, Stengel und Blätter sind saftig und greifen sich klebrig an. Es gibt verschiedene Abarten; mit gefüllten Blütenköpfen, mit hellen oder dunklen Staubgefäßen. In ihrer Heilkraft sind sie alle gleichwertig. Sind am Morgen nach sieben Uhr die Blütenköpfe geschlossen, kommt am gleichen Tag noch Regen. Sie galt deshalb in früheren Zeiten als Regenanzeiger.

In der Volksheilkunde wird die Pflanze mit Blüten, Stengeln und Blättern gesammelt und verwendet. Man soll sie jedoch bei strahlendem Sonnenschein pflücken, weil da die Heilkräfte die größte Wirkung haben. Man kann sie ja bis in den Spätherbst hinein frisch aus dem Garten holen, sofern sie nicht vom Mehltau befallen ist.

Die Ringelblume ähnelt stark unserer Arnika, ist aber dieser an Heilkraft überlegen. Arnika zum Beispiel darf innerlich nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, da der Tee bei Herzkranken mehr schaden als nützen kann, Ringelblumentee kann hingegen unbeschadet getrunken werden. Als blutreinigende Pflanze ist sie bei infektiöser Gelbsucht unsere beste Helferin. Ein bis zwei Tassen am Tag davon getrunken, wirken Wunder. Die Ringelblume wirkt reinigend, zirkulationsanregend und fördert die Heilung von Wunden.

Ein Mann geriet mit der Hand in die Kreissäge und hatte auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus große Wundschmerzen. Ich hörte davon und riet zur Ringelblumensalbe. Er war von der Wirkung dieser Salbe begeistert und teilte mir mit, dass die Wundschmerzen, die ihm viele schlaflose Nächte bereitet hatten, schon nach kurzer Zeit weg waren. Seither baut seine Frau im Garten wieder Ringelblumen an. Bei einem Besuch im Mühlviertel zeigte mir die Frau des Hauses ihre mit Krampfadern bedeckten Beine. Ich holte Ringelblumen aus dem Garten und bereitete die Salbe.

Die Rückstände band ich ihr sofort auf die Waden (die Rückstände kann man vier- bis fünfmal verwenden). Sie hat sich dann täglich die Salbe messerrückendick auf ein Leinentuch gestrichen und auf die Waden gebunden. Sie werden erstaunt sein, wenn ich erzähle, dass 4 Wochen später, als sie mich in Grieskirchen besuchte, die Krampfadern verschwunden waren. Beide Beine wiesen wieder eine glatte, schöne Haut auf.

Eine Ordensschwester berichtete mir, sie hätte einer alten Frau, die ihr wegen besonders starker Krampfadern auf der Straße aufgefallen wäre, zur Behandlung mit Ringelblumensalbe geraten. Sie war sehr überrascht, als ihr diese Frau nach einem Monat überglücklich ihre Beine zeigte. Alle Krampfadern waren weg und die Haut wieder glatt.

Auch bei Venenentzündung, nicht heilenden Krampfaderngeschwüren, Fisteln, Frostbeulen und Brandwunden hilft die Salbe sehr rasch. Man verwendet die Salbe und auch die Rückstände von der Salbenbereitung bei Brustgeschwüren, selbst wenn sie bösartigen Charakter haben (Brustkrebs).

Einer Bekannten mußte ganz plötzlich die Brust entfernt werden. Während sie noch im Spital lag und wir alle um sie bangten, bereitete ich für sie Ringelblumensalbe. Mit dieser Salbe bestrich sie sich später die riesige Operationswunde, worauf sich die gewaltige Spannung der Wunde sehr schnell verlor. Ihre Operationsnarben wiesen bei der Nachuntersuchung im Gegensatz zu den Narben anderer Patientinnen eine so schöne Heilung auf, dass sie nur einen Teil der vorgesehenen Bestrahlungen brauchte.

Die Ringelblumensalbe ist auch eine hervorragende Helferin bei Fußpilzbefall. Viele Zuschriften bestätigen es mir und zwar in Fällen, wo vorher alle anderen angewendeten Mitteln versagt haben. Auch Ringelblumenabsud von frischen Kräutern kann bei dieser Erkrankung mit Erfolg angewendet werden. Sollte eine Pilzerkrankung die Scheidengegend erfaßt haben, müßten Waschungen oder Sitzbäder erfolgen. Man nimmt 50 g getrocknete oder zwei gehäufte Doppelhände frischer Ringelblumen pro Sitzbad.

Aus Stuttgart schrieb mir eine Frau, ihr Mann hätte an einem Fußpilz gelitten. Was hatten sie alles unternommen! Bäder, Salben, Puder zeigten keine Wirkung. Dann versuchte er es mit der Ringelblumensalbe. Nach 8 Tagen waren die offenen Stellen verheilt und blieben es auch. Ist das nicht wunderbar?

Neben der Salbe sollte man sich auch noch eine Ringelblumen-Tinktur (Rezept siehe Anwendungsarten) bereiten.

Diese Tinktur, mit abgekochtem Wasser verdünnt, eignet sich besonders gut für Umschläge bei Wunden, Quetschungen, Blutergüssen, Muskelzerrungen, ja sogar bei eitrigen oder krebsartigen Geschwüren, bei offenen Stellen durch Wundliegen, bei Geschwülsten und Beulen.

Nicht nur Pfarrer Kneipp setzte sich für die Ringelblume als Naturheilmittel bei bösartigen Geschwüren ein, sondern auch bekannte Ärzte wie Dr. Stäger, Dr. Bohn, Dr. Halenser und andere mehr. Dr. Bohn nennt die Ringelblume als wichtigstes Heilmittel bei Krebserkrankungen, wenn eine Operation nicht mehr durchgeführt werden kann und empfiehlt, Ringelblumentee längere Zeit hindurch zu trinken. Der frischgepreßten Saft der Ringelblume kann mit bestem Erfolg selbst bei Hautkrebs angewendet werden.

Blutschwamm, längere Zeit hindurch mehrmals täglich mit dem Frischsaft bestrichen, kann zum Verschwinden gebracht werden, ebenfalls Pigment- und Altersflecken. Auch rauhe, krebsartige Hautflecken können dadurch beseitigt werden. - In neuester Zeit weist der amerik. Arzt und Forscher Dr. Drwey auf die einmalige Heilkraft der Ringelblume bei Krebs hin; er konnte sehr gute Heilerfolge verzeichnen.

Innerlich wird die Ringelblume als Tee auch bei Erkrankungen des Magen- und Darmkanals, bei Magenkrämpfen und -geschwüren, sowie Dickdarmentzündungen, Wassersucht und Blutharnen verwendet.

Auch bei Viruserkrankungen und Bakterien-Ausscheidungen ist dieser Tee ein hervorragender Helfer. Wie wunderbar sich die Anwendung des frischen Ringelblumentees auswirkt, geht aus einem Bericht hervor, den mir ein Arzt übermittelte: "Ein kleines zweieinhalbjähriges Mädchen war nach wiederholter Polio-Impfung ziemlich krank geworden, mit chronischen Durchfällen, Abmagerung und einer feststellbaren Sehschwäche, mit allen möglichen Ernährungsschwierigkeiten. Bei der klinischen Untersuchung hatte man schließlich einen Paratyphus festgestellt, weswegen das Kind auch in klinischer Überwachung stand. Nach einer Woche Anwendung von Tee aus frischen Ringelblumenblüten und wenigen homöopathischen Arzneien war das Kind weitgehend wiederhergestellt. Die unmittelbar durchgeführte dreimalige Prüfung auf Typhuserreger im Stuhl war erstmalig negativ".

Da die Ringelblume auch bei infektiöser Gelbsucht gute Erfolge zeigt, ist sie ein hervorragendes Heilmittel auch bei Lebererkrankungen. Blüten, Blätter und Stengel werden heiß überbrüht, der Tee wird ungesüßt getrunken. Bei oben angeführten Erkrankungen kann man drei bis vier Tassen täglich trinken, etwa ein Eßlöffel jede Viertelstunde. Ein wurmtreibendes Mittel erhält man, wenn man mit einem 1/e Liter Wasser und einem Eßlöffel voll Ringelblumenblüten einen Tee bereitet. Der Saft der frischen Stengel entfernt Warzen und Krätze, abgekocht heilt der Teeaufguß Flechten und Drüsenschwellungen, wenn man die befallenen Stellen darin badet. Der Tee, regelmäßig genossen, wirkt blutreinigend. Die Augen, unter Verwendung eines Augenglases, mit lauwarmem Tee gebadet, stärkt die Sehkraft.

Bei krebsartigen Geschwüren und Geschwülsten, bei offenen Füßen, Beinfraß, Schenkelgeschwüren und auch bei bösen, eiternden, nicht heilenden Wunden helfen Waschungen mit einem Aufguß von Ringelblumen und Zinnkraut zu gleichen Teilen gemischt. Einen gehäuften Eßlöffel dieser Mischung nimmt man für einen halben Liter Wasser. - Um die einmalige Wirkung des Ringelblumentees hervorzuheben, möchte ich noch einige Heilerfolge anführen:

Eine Krankenschwester, die schon acht Jahre an einer Dickdarmentzündung litt, war bei einem Facharzt angemeldet. Ihr wurde nach meiner Broschüre zu Ringelblumentee geraten. Vier Tage trank sie tagsüber schluckweise zwei Tassen Ringelblumentee. Sie konnte es kaum fassen, nach dieser kurzen Anwendung waren alle Beschwerden weg.

Wie mir eine Ordensschwester erzählte, litt sie an starkem Durchfall. Obwohl sie Kamillentee trank, trat keine Besserung ein. Erst als sie Ringelblumentee anwendete, war das Übel in kürzester Zeit beseitigt. Eine Ordensschwester aus Bayern litt schon 15 Jahre an einem Fußpilz und bekam auch häufig Venenentzündung. Sie erfuhr durch die Anwendung der Ringelblumensalbe endlich eine Heilung der Füße.

Ringelblumenblüten, 2 gestrichene Teelöffel auf eine Tasse Wasser, sind ein mildwirkendes Abführmittel. Verkrustungen in der Nase lassen sich durch Ringelblumensalbe leicht ausheilen. Anmerkung: Sollte jemand Abneigung gegen Schweinefett hegen, kann er zur Salbenbereitung auch gutes Pflanzenfett verwenden. Um bei dieser Art der Salbenbereitung die Salbe geschmeidiger zu erhalten, gießt man der noch warmen Menge etwas Öl hinzu.

ANWENDUNGSARTEN

Teeaufguß:

1 gehäufter Teelöffel Kräuter auf 1/4 Liter Wasser.

Sitzbäder:

Zwei gehäufte Doppelhände frischer oder 100 g getrocknete Kräuter auf ein Sitzbad (siehe Allgemeiner Teil unter Sitzbäder,

Waschungen:

Pro 1/z Liter Wasser einen gehäuften Eßlöffel Kräuter.

Tinktur:

Eine Handvoll Blüten läßt man in 1 Liter echtem Branntwein 14 Tage in der Sonne oder bei ca. 20 Grad Wärme ziehen.

Ringelblumensalbe:

2 gehäufte Doppelhände Ringelblumen (Blätter, Stengel und Blüten) werden klein geschnitten. 500 g Darmfett vom natürlich gefütterten Schwein oder gutes Schweinefett wird so erhitzt, als ob man Schnitzel backen würde. In dieses heiße Fett gibt man die geschnittenen Ringelblumen, läßt überprasseln, rührt um und zieht von der Herdplatte weg. Zugedeckt läßt man alles einen Tag stehen. Am nächsten Tag erwärmt man leicht und filtert durch ein Leinentuch in vorbereitete, saubere Gefäße.

Frischsaft:

Blätter, Stengel und Blüten werden gewaschen und in feuchtem Zustand in der Saftzentrifuge entsaftet.

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